Mülltrennung - macht das überhaupt Sinn?

November 16, 2016

 

Die Österreicherinnen und Österreicher sind beim Sammeln und Trennen von Verpackungen sehr vorbildlich: beachtliche 96% trennen ihren Müll.  Aber bringt das Sortieren überhaupt etwas? Und wie trennt man eigentlich richtig?

 

Befragt man diese 96%, so sagt nur noch ein Drittel, dass sie beim Trennen auch wirklich sorgfältig vorgehen. 'Landet sowieso wieder alles zusammen' ist ein Satz, den sicher jeder von uns schon des öfteren gehört hat. Viele der Befragten zweifeln an der Sinnhaftigkeit des Trennens: 39 Prozent glauben nicht, dass der getrennte Abfall tatsächlich recycelt wird.

 

Auf dem Müllmarkt herrscht tatsächlich eine relativ große Intransparenz, wer da wie viel verdient, wo welcher Müll landet, und was eigentlich mit ihm geschieht. Wo der eine Wohnblock in 5 verschiedenen Tonnen trennen muss, schmeißt der nächste alles in eine Tonne. Und dann die unterschiedlichsten Trennregeln in den einzelnen Altstoffsammelzentren. Kein Wunder, dass wir Konsumenten unsicher sind.

 

Macht das Trennen also Sinn?

 

Die Antwort ist ganz klar: JA! Sind Verpackungabfälle sauber getrennt werden sie für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt. Das entlastet die Umwelt, spart Ressourcen und verringert klimaschädliche Treibhausgase. Besonders für rohstoffarme Länder wie Österreich oder auch Deutschland sind die sogenannten Sekundärrohstoffe aus dem Recycling wichtig. Rund 14 Prozent des Rohstoffbedarfs deckt die Industrie so aus wiederverwerteten Materialien.

Einige Materialien wie Papier und Glas können zu einem Großteil wiederverwertet werden.  83% beträgt die Recyclingquote von Papier; bis zu fünf Mal lässt sich Altpapier wiederverwerten, zum Beispiel für Kartons oder Toilettenpapier. Auch Glas hat eine Recyclingquote von 82%; Glas kann ohne Qualitätsverluste beliebig oft eingeschmolzen werden.

 

Und Plastik?

 

Hier ist die Antwort leider nicht so eindeutig. Etwas mehr als 40% des Plastikmülls landet in einer Müllverbrennungsanlage und nicht im Recyclingzyklus.  Als Brennstoff kann Plastik an einigen Stellen Kohle oder Öl ersetzen und so Ressourcen schonen, auch wenn die stoffliche Wiederverwertung durch Recycling deutlich mehr Energie und Ressourcen bewahren würde.

 

Damit ein möglichst großer Teil des Mülls recycelt werden kann, ist es trotz moderner Sortieranlagen wichtig, ihn bereits von Hand so gut wie möglich zu trennen. Darum ist es wichtig, dass wir alle die Regeln fürs richtige Trennen von Verpackungen beherzigen.

 

Die wichtigsten Trenn-Tipps:

 

  • Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen: Plastikflaschen flach drücken und in die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack werfen. Anderen Kunststoffabfälle, wie Spielzeug oder Gartengeräte gehören hier nicht dazu.

  • Metall: Nur restentleerte Dosen und andere Metallverpackungen in die Metallsammlung werfen. Keine Elektro- und Elektronikgeräte.

  • Glas: Flaschen und Konservengläser stets in Weiß- und Buntglas trennen und in die Tonne mit dem weißen bzw. grünen Deckel werfen. Fensterglas, Trinkgläser oder Glühbirnen gehören nicht zu den Glasabfällen.

  • Papierverpackungen: Kartons flach zusammendrücken und in die Altpapiertonne werfen bzw. zum Recyclinghof bringen. Hier bitte kein verschmutztes Papier, keine Servietten oder Taschentücher.


Am besten natürlich grundsätzlich jeglichen Abfall vermeiden! Abfall zu vermeiden ist gar nicht schwierig, und entlastet nicht nur die Umwelt sonder auch die Geldbörse. Tipps wie ihr Abfall vermeiden könnt erfahrt ihr hier in Kürze!

 

Und hier noch ein paar gute Websites, die euch beim Müll trennen helfen sollen

www.ara.at

www.muelltonne.at

www.richtigsammeln.at

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