Kauf-Nix-Tag - 26. November 2016

November 25, 2016

Morgen ist der erste Einkaufssamstag vor Weihnachten. Wusstet ihr, dass morgen aber auch der Internationale Kauf-Nix-Tag ist?

 

In Europa wird der Kauf-Nix-Tag immer am letzten Samstag im November 'gefeiert', in den USA am letzten Freitag. Der Kauf-Nix-Tag soll zum kritischen Konsum anregen und wird in mittlerweile 45 Ländern organisiert.

 

'Erfunden' wurde der Kauf-Nix-Tag vom Schweden Kalle Lasn, der die meisten großen Umweltprobleme unserer Zeit als direkte Konsequenz unseres Konsumwahns und die damit verbundene Übermacht von Konzernen sieht.

 

Aber bringt ein Tag nichts zu kaufen wirklich etwas? Nun ja, kompletter Konsumverzicht an diesem Tag wird höchstwahrscheinlich keinerlei Auswirkungen auf unsere Umwelt haben. Aber zumindest soll dieser Tag zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen und in Folge dessen bewusster zu konsumieren. Und das idealerweise nicht nur an diesem einen Tag, sondern das ganze Jahr über.  Konsum ist ja nicht zur Gänze schlecht, würden wir nichts mehr kaufen, so hätten wir alle keine Arbeit mehr.

 

Weltweit wird rund ein DRITTEL aller genießbaren Lebensmittel weggeworfen! EU-weit sind das pro Person ca. 173 kg pro Jahr! Stellt euch das mal vor! Studien belegen, dass in einem durchschnittlichen Haushalt ca. ein Viertel aller Lebensmittel im Müll landet. In Supermärkten werden pro Minute 288 kg Bananen weggeworfen, das sind 5-10% der gesamten Bananenernte!

 

Emilia Kappel von der BUNDjugend sagt dazu Folgendes: "So viele wertvolle Lebensmittel reisen einmal um die halbe Welt, um dann hier in der Tonne zu landen. Jede Banane wurde unter harten Bedingungen gepflegt und geerntet. Die Früchte reifen und reisen in Plastikfolien, der Transport frisst große Mengen an Energie und belastet das Klima. Wir brauchen eine ökologischere Landwirtschaft weltweit, faire Preise und ein Ende der Wegwerfkultur.“

 

Lebensmittelverschwendung ist für 3,3 Gigatonnen CO2 Emissionen verantwortlich und somit der drittgrößte Klimasünder nach den USA und China. Die Landwirtschaft ist für fast 70% der vom Aussterben bedrohten Arten verantwortlich. Ein Drittel der weltweiten Landwirtschaftsfläche nehmen Lebensmittel ein, die es nie in den Magen eines Menschen schaffen. Das ist 2 mal die Fläche Australiens!! Der Wasserverbrauch dieser Flächen entspricht pro Jahr dreimal dem Volumen des Genfer Sees, häufig in Gegenden die an Wassermangel leiden.

 

Und hier sprechen wir nur über Lebensmittel! Statistiken wie diese gibt es zu Hauf und eine ist trauriger als die andere.

 

Deswegen, gerade jetzt vor Weihnachten, kurz innehalten vorm Geschenkekauf und überlegen ob diese Einkäufe auch alle Sinn machen!

 

 

 

 

 

 

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